Rechtsanwalt Dr. von Harbou

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Aktueller Rechtsblog

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Kündigung durch einen Bevollmächtigten ohne Vollmachtsurkunde in der sog. Wartezeit

Die Zurückweisung einer Kündigung mangels Vorlage einer Originalvollmacht gemäß § 174 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist bei Zugang innerhalb von fünf Tagen regelmäßig unverzüglich und nicht allein deshalb rechtsmissbräuchlich, weil sie eine erneute Kündigung innerhalb der Wartezeit erschwert oder verhindert. Die Stellung als Ansprechpartner...

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Sperrwirkung individual vereinbarter Vergütung gegenüber in Bezug genommenem Tarifvertrag

Eine arbeitsvertraglich individual vereinbarte Vergütung schließt die subsidiäre Geltung eines in Bezug genommenen Tarifvertrags aus, solange keine beiderseitige Tarifgebundenheit oder Allgemeinverbindlicherklärung besteht. Eine Mitarbeiterin war seit Dezember 2020 als Medizinische Fachangestellte bei einem Arbeitgeber beschäftigt. Vereinbart war ein Monatsgehalt von 3.300 EUR brutto, zahlbar am 25....

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Vermutung der Benachteiligung nur bei Mitteilung der Schwerbehinderung im Bewerbungsschreiben

Die hinreichende Mitteilung einer Schwerbehinderung hat regelmäßig im Bewerbungsschreiben selbst zu geschehen. Sofern auf eine anderweitige Behinderung, die nicht unter das Sozialgesetzbuch (SGB) IX fällt oder anerkannt ist, hingewiesen werden soll, ist die Behinderung i.S.d. Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) näher zu umschreiben. Wird die Information im...

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Personalratsanhörung bei Wartezeitkündigung: Mitteilung bloßer Werturteile als Kündigungsgrund

Für die ordnungsgemäße Beteiligung des Personalrats ist der der Grundsatz der subjektiven Determinierung maßgeblich. Beruht eine Kündigung innerhalb der ersten 6 Monate der Beschäftigung (sog. Wartezeit) auf einem personenbezogenen Werturteil des Arbeitgebers, genügt zur ordnungsgemäßen Personalratsbeteiligung die Mitteilung dieses Werturteils. Mitgeteilte Tatsachenelemente dienen dann lediglich...

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Verdachtskündigung trotz Einstellung des Ermittlungsverfahrens

Auch der dringende Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer sonstigen schweren arbeitsvertraglichen Pflichtverletzung kann ein wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung sein, wenn auf objektiven Tatsachen beruhende starke Verdachtsmomente vorliegen, die geeignet sind, das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnis erforderliche Vertrauensverhältnis zu zerstören. Eine Einstellung des...

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Anspruch auf Bucheinsicht nach Zweifeln an der Richtigkeit eines erteilten Buchauszugs

Die vom Unternehmer geschuldete Gewährung der Bucheinsicht ist in erster Linie nach § 887 Zivilprozessordnung (ZPO) zu vollstrecken, insbesondere wenn dem Einsichtsberechtigten der Zugang zu den Geschäftsräumen oder die Einsicht verwehrt werden. Erst wenn sich diese Vollstreckung als undurchführbar erweist, ist nach § 888 ZPO...

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Abmahnung nach herabwürdigendem Facebook-Beitrag über Betriebsratskandidatin

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hatte darüber zu entscheiden, ob der einer Abmahnung zu Grunde liegende Facebook-Beitrag eines Mitarbeiters zu einer konkurrierenden Kandidatin für den Betriebsrat echt oder die davon zur Akte gereichten Screenshots KI-generierte Fälschungen sind und der Mitarbeiter den Beitrag nie gepostet hat. Ein seit 1990...

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Inflationsausgleichsprämie: Kein Ausschluss von Mindestlohnempfängern

Der Ausschluss von Arbeitnehmern, deren Arbeitseinkommen sich durch Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns erhöht hat, von einer zusätzlichen, freiwillig gewährten Leistung des Arbeitgebers ist sachlich nicht gerechtfertigt und verstößt gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz. Ein Mitarbeiter war als Servicekraft in Vollzeit bei einer Arbeitgeberin tätig. Sein Stundengrundentgelt betrug...

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